Sonntag, 28. September 2025, Cadiz

Wir sind wieder alleine und es ist ganz ungewohnt ruhig. Eigentlich ist es nicht wirklich ruhig, da zum ersten Mal draußen ein kräftiger Wind pustet und es zum ersten Mal seit Juni etwas regnet.

Heute morgen fahren Paul und Rosanna mit dem Bus nach Sevilla und wir begleiten sie zu Fuß zum Busbahnhof. Das Café im Busbahnhof kennen wir schon von unserem letzten Rückflug Anfang August von Sevilla, nur das diesmal die Kaffeelöffel nicht geputzt sind. Uhhhh!

Anschließend gehen wir in das Museum von Cadiz. Im Reiseführer wird es als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Cadiz erwähnt und wir sind etwas erstaunt über den provisorischen Nebeneingang. Der Eintritt ist gratis. Im Untergeschoß befinden sich viele Fundstücke aus der Römischen Zeit und auch zwei Sarkophage in Menschenform, von einem Mann und einer Frau, die noch älter sind und aus der Phönizischen (ca. 800 vor Christus) Zeit stammen. Vermutlich geschaffen von griechischen Künstlern, nach ägyptischen Vorbild. In der oberen Etage soll es eine Gemäldesammlung geben, doch hier ist nur eine Sammlung alter Marionetten zu finden. In den schönen alten Palast, durch ein absurdes Treppenhaus verschandelt, regnet es nämlich hinein. Sonntags ist fast alles geschlossen in Cadiz, wir haben auch auf die vielen Kreuzfahrtgäste keine Lust und so trotten wir zurück in den Hafen. Wieder 8 km gelaufen, essen Reste aus dem Kühlschrank und machen Siesta. 

Dienstag, 30. September,  El Puerto de Santa Maria

Wir fahren heute nach El Puerto de Santa Maria. Das liegt zwischen Cadiz und Rota in der Bucht am Fluss Rio Guadalete. Eine Fähre fährt vom Hafen das kleine Stück durch die Bahia de Cadiz. Leider fährt sie heute morgen nicht, da es zu nebelig ist. Wir werden mit einem Ersatzbus über die neue Brücke, Puente de la Constitution de 1812 gebracht. 2015 erbaut, 3 km und ohne Fahrradweg!

Die Stadt ist viel kleiner als Cadiz und eine Reihe von schönen Stadtpalais entstanden, als Wohn- und Arbeitshäuser der reich gewordenen Händler. Wir besichtigen den Palacio Araníbar direkt neben dem Castillo de San Marcos. Es ist leider völlig überrenoviert, die schönen alten Marmorböden sind ersetzt und es erinnert wenig an den alten Zustand. Dafür gibt es eine neue Ausstellung, die anschaulich dokumentiert wie der Handel von Europa mit Indien die kleine Stadt beeinflußt hat. Da wir nicht richtig gefrühstückt haben gehen wir zum Markt in die wunderschöne, alte Bar Vicente Los Pepes. Der Markt ist klein, aber mit mit mehreren Fischständen, Metzgern mit Stierfleisch und zwei Gemüsehändlern. Vor dem Eingang verkauft ein Mann aus einem Plastikeimer Flusskrebse mit blauen Beinen. Kann ich leider nicht mitnehmen und ich habe auch keine Lust die Krabbelviecher ins heiße Wasser zu schmeißen. Mir reichte der Hummer in Frankreich letztes Jahr. Hier trinken alle Frauen nach dem Einkauf ihren Café und schwatzen mit ihren Nachbarinnen. Wir tun es ihnen gleich und bestellen Pan con Tomate und dos Café con leche. Die Kirche Major Prioral ist nicht weit, auf dem Weg liegt eine schicke Boutique einer spanischen Designerin, wo ich im Sale zwei schicke Oberteile erstehe. Zwei Euro Eintritt in die Kathedrale lohnen auf jeden Fall, denn das alte Gewölbe innen, als auch die Struktur der Aussenfassade wurde nach dem Erdbeben im 17. Jahrhundert nicht im Barockstill verändert und sind gut erhalten.

Wie sollte es anders sein, die Pietreks haben wieder Hunger und es wird Zeit für das Mittagessen, wir gehen ins Romeriyo. Eigentlich sind wir nur gekommen um die Meeresfrüchte in diesem Restaurant zu essen, die in unserem Reiseführer beschrieben wurden. :)) Ein guter Tipp, das Restaurant ist riesig groß und gut besucht an einem Dienstag Mittag. Wir nehmen die kleinste Platte mit Meeresschnecken, zwei Sorten Garnelen und Krabbenbeinen. Die Gazpacho mit Meeresfrüchten schmeckt super und hat viel Beilage und der Salat mit Zwiebeln, Paprika, Tomate und Meeresfrüchte ist auch zu empfehlen. Krabbenbeine auslutschen, naja!?

Freitag, 3. Oktober, Cadiz

Mittwoch ist Ralf zu uns gestossen. Er ist in Jerez gelandet und dann mit dem Taxi hierher gekommen, da die Zugverbindung von Jerez nach Cadiz unregelmäßig ist. Wir werden nicht müde mit ihm Cadiz zu besuchen und ein zweites Mal in den Flamencoverein Peña Flamenco Enrique El Mellizo, bei uns im Hafen zu gehen. Ralf war schwer beeindruckt und fürchtete sich vor den Tänzerinnen.

Am Wochenende findet das große Segelrennen, SailGP Championship (Grand Prix für F50 Foiling Katamarane) in Cadiz statt und unser Hafen wird genutzt, um die RIBs und die mit GPS beweglichen Bojen zu parken. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens sehen wir das Lager in dem die Teams ihre Hangars aufgebaut haben. Am Samstag schauen wir uns von der Festungsmauer in Cadiz das Training der Hochleistungskatamare an.

Samstag, 4. Oktober, Cadiz – Barbate

Wir verlassen nach über drei Wochen Cadiz. Die Zeit ist uns nicht lang geworden. Zwischendurch waren wir fünf Wochen zuhause in Düsseldorf, haben in Bayern den 85. Geburtstag meiner Mama gefeiert und hatten eine tolle Zeit mit beiden Kindern und ihren liebenswerten PartnerInnen an Bord der Flores. Wir haben den Mietwagen gut genutzt, die Pueblos Blancas der Umgebung erkundet, verschiedene Strände besucht und sind mehrfach zu Ikea gefahren. Wir empfanden den Puerto America als sehr angenehm, die Waschhäuser waren immer super sauber, wenn auch etwas entfernt von unserem Liegeplatz. Das Spektakel der nah vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffe und Fähren war immer ein Hingucker und die Geräusche des Hafens waren zu hören, aber nicht sehr laut. Nur wenn die Fähre von den Kanaren an der Mole gegenüber lag, störte das Gebrumme der Generatoren. Der Weg in die Stadt war weit zu Fuß, aber mit den Rädern kein Problem. Fazit: die Stadt Cadiz ist toll und immer wieder eine Reise wert.

Jetzt geht es weiter. Wir nähern uns dem Ziel Mittelmeer. Die heiklen Punkt, das Capo Trafalgar und die Spitze von Tarifa müssen noch sicher umschifft werden, um endlich wieder befreit ohne Angst vor den Orcas segeln zu können. Der Respekt vor dem Schaden, den die großen Tiere in ihrem harmlosen Spiel mit den Ruderblättern anrichten können ist sehr groß. Barbate ist der Hafen, in den häufig beschädigte Schiffe abgeschleppt werden und der sich auf die Reparatur der Ruderblätter spezialisiert hat. Der Motor läuft also die ganze Zeit mit, auch als wir nach ein paar Stunden auf dem Wasser guten Segelwind haben. Angeblich denken die Orcas dann man sei ein Fischerboot und die haben nicht so schöne lange, bewegliche Ruderblätter, um damit zu spielen.

Ralf holt sich seine Angel aus der Kabine, die wir schon für ihn bereit gelegt haben. Er hatte sie vor zwei Jahren mit nach Schweden an Bord gebracht und in der Ostsee damit keinen einzigen Fisch gefangen. Etwas skeptisch versucht er die verschiedenen Köder aus und der blaue Wobbler (realistische Nachbildung eines kleinen Fisches, der sich etwas unter Wasser zieht bei Geschwindigkeit)  ist der Köder der Wahl, da wir damit auch schon erfolgreich waren. Wir sitzen gerade bei unserem leckeren Bulgursalat als die Angel sich durchbiegt und Ralf seinen Fang einholt. Ein kleiner Bonito. Der Bonito ist ein Raubfisch und gehört zu der Familie Scombridae, zu der auch Thunfisch, Makrele und kleiner Thun gehören. Er ist ein Wanderfisch der zu plötzlichen Geschwindigkeitssprüngen fähig ist, um seine Beute zu ergreifen. Perfekt um ihn während des Segelns mit einer Geschwindigkeit von 5-6 Knoten zu ködern. Unser Fang ist nicht sehr groß, aber wir filetieren ihn im Hafen von Barbate und genießen ihn als Sashimi, mit dem restlichen Fischrisotto. Das dunkelrote, fast schwarze Fleisch schmeckt zart und zergeht auf der Zunge. Die Hafenkatze freut sich über die kleingeschnittenen Abfälle und die Möwen lassen von den Gräten nichts übrig. Vorher gehen Marcus und ich noch zum Strand, der hinter der großen, langen, mit Orcas bemalten, Betonwand liegt und schwimmen das letzte Mal im Atlantik, an einem herrlichen großen, weißen Sandstrand.

Sonntag, 5. Oktober, Barbate – Gibraltar

Der Fischereiort Barbarte hat nicht viel zu bieten und Marcus hat ihn zum Morningwalk erkundet und eine Bäckerei versteckt in einer Seitenstrasse entdeckt. Er musste dem Duft folgen, so versteckt lag sie. Es gab zur Abwechslung zu meinem Sauerteigbrot mal Baguette. Marcus Spaziergänge sind meistens zu früh für mich und Ralf bleibt auch noch gerne etwas in seiner Koje. 

In Barbate starten wir wieder mit etwas Frühnebel. Wir bleiben nah an der Küste und passieren den Strand von Bolonia, den wir von unseren Ausflügen mit dem Mietauto kennen. Ralf ist wieder im Angelfieber und wie am Vortag, als wir gerade Mittag essen, wechselt Ralf zu einem kleinem Gummifisch mit Bleigewicht, den er auf den Meeresboden runterlässt. Kaum sitzen wir am Tisch surrt die Angelschnur durch. Ralf springt auf und holt langsam die Leine hoch. Leuchtend Rosa und groß hängt eine Meerbarbe am Haken. Deck nass machen, Fisch vom Haken holen, erlegen, ausnehmen und fertig machen für dem Kühlschrank. Wir essen unser Mittag und dann fällt uns ein, dass wir unsere Kinderangel, die große Plastikspule aus Griechenland noch mit dem Wobbler auf der anderen Seite des Bootes befestigt haben. Ralf versucht sie hereinzuholen und hat Mühe die dicke Angelschnur wieder auf die Spule zu wickeln. Wir haben einen 2,2 Kilo schweren Thunfisch am Haken!!! Was für ein erfolgreicher Tag. Und dann kommt die Umrundung des Kaps bei Tarifa. Auf der rechten Seite erhebt sich das Atlasgebirge von Afrika, die Spitze guckt aus einer Wolkenschicht heraus und auf der linken Seite sehen wir bald den Felsen von Gibraltar auftauchen. Es gibt eine Rauschefahrt durch die Strasse von Gibraltar und bald tauchen auch mehr und mehr Tanker und Fähren vor uns auf, die aus dem Hafen von Algeciras kommen und in den Atlantik, ins Mittelmeer oder auf die andere Seite nach Marokko fahren. 

Wir haben bis zu 8 Knoten Fahrt und den Wind von hinten das Groß steht Steuerbord und Marcus erklärt, das der Baum durch die Leinen gesichert ist und höchstens einen Meter zur anderen Seite schlagen kann, wenn wir eine Patenthalse fahren sollten. Ich stehe auf der Bank und beobachte den Verkehr. Marcus fährt eine Wende und zum ersten Mal macht die Flores einen „Sonnenschuß“, er kann das Boot nicht mehr in die Richtung steuern, in die er es haben will. Auf seine Kommandos hin, öffnen wir schnell das Groß, um den Druck aus dem Segel zu nehmen, da macht die Flores macht wieder was sie soll. Ob es an der zusätzlichen Strömung lag, dass sie dem Kapitän nicht folgte? Doch plötzlich kommt es zu der Situation, die Marcus schon erklärt hatte und mit der keiner gerechnet hat. Der Baum schlägt auf die andere Seite und ich stehe noch in der Mitte auf der Bank. Marcus schreit zweimal Vorsicht und ich springe reflexartig von der Bank auf den Boden. Der Baum hätte mich am Kopf treffen können. Unglücke erwartet man bei Wind, Regen und schlechtem Wetter nicht bei herrlichem Sonnenschein, Anglerglück und der Ankunft im Mittelmeer. In der Nacht geht das Szenario Marcus nicht aus dem Kopf, wir besprechen es beim Frühstück und werden bei Raumwind und Vorwindkursen (Wind von hinten) noch achtsamer sein.  

Ich fahre den Anleger längsseits am Besuchersteg im Hafen von La Línea und parke auch rückwärts ein in unsere Parkbox am Fingersteg. Wir laden das schwedische Pärchen von der SY Whisper, Madeleine und Eric ein, die gerade aus Tanger kommend, im Hafen angelegt haben, da wir unmöglich den ganzen Fisch alleine essen können. Wir schneiden den großen Thunfisch in dicke Scheiben, die ich nur in wenige Minuten in Olivenöl mit Salz anbrate, dazu ganz simpel Reis und kurz gedünstetes Gemüse. Der Tisch wird richtig schön gedeckt und es wird ein festliches Essen mit Blick auf den massiven Felsen von Gibraltar vor uns. Das hat der Fisch verdient. Eric arbeitet immer zwei Wochen auf einer Bohrinsel in Norwegen und hat anschließend vier Wochen frei, Madeleine arbeitet in der Werbung für Outdoorspezialisten und segelt in Schweden Regatten, mit ihrem eigenen Boot. Wir haben einen schönen Abend und fallen hundemüde ins Bett. 

Montag, 6. Oktober, La Linea/Gibraltar

Gymnastik am Steg, Ralf macht TaiChi, wir frühstücken in der Morgensonne mit Blick auf den großen Felsen von Gibraltar, der fast den ganzen Tag in leichten Nebel gehüllt bleibt. Typisch englisches Wetter halt. Wir genießen zum Mittagessen die Meerbrasse von Ralf. Der Fisch wiegt ca.1.2 kg. Den Ofen 20 Minuten vorheizen und den gesalzenen Fisch auf ein Gemüsebett legen und mit Alufolie die Form verschließen. 20 Minuten bei voller Leistung. Danach noch 10-15 Minuten ohne Folie. Ein köstliches Mahl! Frischer geht es nicht und auch noch sehr günstig, wenn man selbst Anglerglück hat und weiß wie man den Fisch zubereitet.

Am Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Gibraltar. Den Upper Rock zu erwandern, 4 Kilometer lang und 1,2 Kilometer breit, mit einer Höhe von 426 Metern, haben wir abgehakt, da alle Wanderungen mindestens 4-5 Stunden brauchen. Zuerst müssen wir die Grenze passieren, das geht hier mit Personalausweis und das Rollfeld vom Flughafen überqueren. Ein komisches Gefühl, über die Start und Landebahn zu laufen. Wir passieren wieder eine Schranke und kommen auf verbauten Wegen, schlechter Strassenführung an hässlichen Hochhäusern und Baustellen vorbei Richtung Main Street. Es gibt viel Pendlerverkehr mit Fahrrädern und Rollern auf der Strecke von Leuten die von Gibraltar kommen und offensichtlich auf spanischer Seite wohnen und zurück wollen. Das flache oder leicht schräge Gelände rund um den Felsen, welches bebaut werden kann ist klein. Gibraltar gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt, mit 4.000-5.000 Menschen pro qm. Durch Landgewinnung mit Abraum aus dem Berg und durch den Bau von 50 Kilometern Tunnel, versucht man mehr Baugrund zu gewinnen. Ansonsten bleibt als Alternative nur in die Höhe zu bauen. Das wurde wohl schon immer seit den 80iger Jahren mit mehr oder weniger ästhetischem Geschick gemacht. Das neueste Projekt, welches wir beim Abfahren am Dienstag auf der Rückseite des Felsens entdecken sind sechs große Wohntürme,( Hassan Centenary Terrasse, Fertigstellung 2025 ) die eng aneinander gereiht stehen. Der höchste mit 35 Etagen ist 110 Meter hoch. Das Projekt umfasst 650 Wohnungen, die die Wohnungsnot in Gribaltar lindern soll.

Wir laufen die Mainstreet entlang und es sieht auf den ersten Blick, nicht einladend aus. Wir laufen bis zum Botanischem Garten, La Alameda Gardens, der typisch Englisch ist. Äusserst gepflegt und mit einer großen Vielfalt an Pflanzen vor allem Succulente, Kakteen und Palmen. Viele der Arten stammen aus den alten englischen Kolonien.

Dienstag, 7. Oktober, La Linea – Estepona

Wir warten vergeblich auf den Kaffeebesuch von Julia und Marcus, die mit ihrer SY Insieme, auch in La Linea liegen. Wir kennen die zwei Österreicher über ihren Blog, sie hatten auch eine zeitlang eine Bavaria Vision 46 und haben intensiv einen Youtoube Vlog mit ihren Erfahrungen geteilt, den wir ganz gerne gesehen haben. Doch die Beiden schaffen es nicht und so machen wir uns um 11 Uhr auf den Weg die 26 SM nach Estepona zu fahren. Zuerst haben wir ordentlich Welle und Gegenwind bis wir den Felsen umrundet haben. Dann bläst es uns herrlich die Küste entlang. Klassisch englisches Essen: Baked Beans von Heinz, mit Spiegelei und Brot! Wir erreichen Estepona ohne große Erwartungen und es fühlt sich direkt nach Mittelmeer an. Im Hafen liegen richtig große Motoryachten, in der Größe gab es nichts Vergleichbares unterwegs. Palmen am gesamten Ufer und Blumentröge auf dem Steg. Wir braten den restlichen Thunfisch und ich bereite auch unser Mittagessen für den nächste Tag vor. Morgen gibt es eine lange Etappe bis kurz hinter Malaga.

Es ist schon dunkel doch wir drehen noch eine Abendrunde durch den Ort und sind sehr angetan. Die breite Promenade entlang am Meer ist unterteilt in Fussgänger und Radfahrer. Dazwischen ein Grüngürtel aus Palmen, Yuccas, Kakteen, Geranien, Kapmargariten, Gräsern und vielen anderen Succulenten. Große Schirme spenden tagsüber Schatten für  Bänke und Spielplätze entlang des Weges. Wir kommen in das alte Zentrum und staunen über die vielen Blumen und Pflanzentöpfe vor jeder Haustür und Fassade. Den Höhepunkt bildet der Placa de las Flores, mit einem Brunnen in der Mitte und edlen, alten Häusern umgeben und alles in einer üppigen Blütenpracht und theatralisch illuminiert. Ein Gitarrenspieler versorgt die umliegenden, sehr schicken Restaurants mit Musik. Uns kommt das ganze vor wie eine Center Park Anlage, oder ein Disney Land. Es ist zu perfekt. Ich hätte mich auch noch tagsüber an dem Blumenschmuck und ein paar toll aussehenden Boutiquen erfreuen können, aber der Plan ist morgen früh los und eine 60 SM Etappe hinter uns zu bringen.

Mittwoch, 8. Oktober,  Estepona – Vélez/Malaga

Heute sind wir den ganzen Tag gesegelt und Ralf hat noch einen großen Köder an einen zu großen Fisch verloren. Das Wetter war herrlich warm, leider etwas zu wenig Wind zum Segeln. Abends Ankunft in Caleta de Vélez. Ein großer Hafen mit sehr verschmutztem Wasser, Plastiktüten und Wasserflaschen schwimmen im Wasser. Unsere Parklücke, am festen Steg mit Mooringleine ist ziemlich klein, aber beim Mooren ist alles etwas beweglicher und es passt dann auch perfekt.

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