Sonntag, 13. Juli 2025, Sagres (Ankern) – Lagos Marina

Heute geht es weiter bis Lagos. Das sind nur 16 SM und wir können uns dafür Zeit lassen. Ein bisschen Morgengymnastik und vor allem muss ich noch die beiden Fische ausnehmen, die der nette Fischer uns gestern geschenkt hat. Wir wollten nach dem Essen noch auf einen Drink zu unseren schwedischen Nachbarn aufs Boot und direkt vor uns, lag ein kleines Ruderfischerboot vor Anker. Marcus hatte die gute Idee ein Bier und Erdnüsse für ihn einzupacken, die wir ihm kurz anreichen wollten. Doch der Angler lehnte ab, er würde kein Bier vertragen und ob wir vielleicht zwei Fische haben möchten? Frisch geangelter Fisch ist natürlich unschlagbar und wir nahmen zwei kleine ‚Graue Drückerfische‘ , Ballastes capriscus)in Empfang. Hier in Portugal heißt er, frei übersetzt, Schweinehautfisch. Die Haut ist so dick und fest, die muss man abziehen, oder man grillt ihn auf der Schwarte. Ich habe filletiert in Ermangelung eines Grills an Bord. Es ergab vier kleine, sehr geschmackvolle Filets. Der Rest an Haut und Gräten wurde eingekocht für eine Fischsuppe und ist im Kühlschrank zu Gelee erstarrt.

Plötzlich müssen wir uns sputen, um der SY Magda zu folgen, die schon unseren Ankerplatz vor Sagres verlassen hat. Die Fahrt entlang der Küste, Motorsegeln, ist sehr schön und spannend, mit einer dramatischen Felsenkulisse und zwischendrin immer wieder Sandstrände, die über staubige Pisten zu erreichen sind. Wir umrunden das Kap Ponte da Piedade mit spektakulären Grotten und ausgewaschenen Felsen und befinden uns mitten auf der Ausflugsboot Piste mit Schnellbooten, Segelbooten, Katamaranen, Kanus und SUP. Oben auf der Klippe führt ein ausgebauter Holzweg rund um das Kap und auf die kleinen ausgewaschenen Spitzen. Dahinter wurden leider mehrere Hochhäuser gebaut, die den tollen Anblick leider sehr stören. Um nach Lagos einzufahren geht es in einen Kanal, der parallel zur Hauptstraße führt und wir werfen schon mal einen Blick auf die schöne, weiße Kirche Sāo Sebastiāo. Vor der Einfahrt in den Hafen müssen alle Gäste an einem Warteponton am Rand festmachen. Wir haben… Knoten Wind und die X-Yacht vor uns schließt nicht auf zum vorderen Boot sondern lässt eine Lücke. Marcus wartet etwas zu lang, da er nicht weiß ob ein anderes Boot dort einparken möchte und hat zu wenig Geschwindigkeit, als er dann in die Lücke einbiegt, um längsseits festzumachen. Der Wind packt uns und drückt unser Boot mit der Seite etwas in den Heckkorb der X-Yacht. Alle unterstützen und drücken, aber offensichtlich gab es einen Minikratzer am Edelstahl der Rehling. War dann wohl doch nicht so schlimm, er hat sich nicht wieder bei uns gemeldet.

Durch diesen kleinen Schreck und mit den wirklich heftigen Böen hatten wir dann noch etwas Anlaufschwierigkeiten beim Einparken in unsere zugewiesene Box am Fingersteg. Aber mit Hilfe der Marineros hat es schließlich gut geklappt. Wir lagen in guter Gesellschaft neben einer Mega Yacht.

Montag, 14. Juli, Lagos Marina

Wir stehen früh auf und trödeln nicht rum, denn das ganze Boot muss von der Salzkruste befreit werden und zwei Maschinen Wäsche müssen vor den anderen Seglern in die Waschmaschine. Die Marina in Lagos ist ziemlich groß und weitläufig. Umbaut mit modernen Appartementanlagen, die zusammen mit der kleinen Fußgängerbrücke, vor der Hafeneinfahrt, alle zur Gesamtmarina gehören. Ich radle also um 8 Uhr zum Hafenbüro, um Coins für die Maschinen zu holen und Mittags haben wir unser Programm absolviert. Zur Belohnung gibt es den ersten Ausflug in die City und in ein Restaurant, weiter oben Richtung Castel mit köstlichen, gegrillten Sardinen. Den Café gibt es in der Mercearia Bio Café, wo ich auch zwei Packungen deutsches Weizenmehl 1050 ,für meine Sauerteigbrote finde.

Im Abendlicht fahren wir mit den Rädern quer durch die Stadt, hoch auf die Klippen, vorbei an schönen und weniger schönen Ferienappartementhäusern. Es hat sich hier auf den schönen Holzplankenwegen geleert, wir können alles mit den Fahrrädern erkunden, bis wir zu den Spots kommen, von wo aus die untergehende Sonne zu sehen ist. Vorher gibt es noch ein kleines Picknick mit Baccalau Frikandellen und kaltem Bier und Blick von oben in die Bucht unter uns und auf die roten, ausgewaschenen Felsformationen, die Grotten gebildet haben. Applaus für die letzten Sonnenstrahlen von den zahlreichen Besuchern auf den Klippen, anschließend lassen wir uns noch etwas durch die Altstadt treiben. Gitarrenmusik auf der Praça Infanterie D. Henrique mit einer monumentalen Statur Heinrichs des Seefahrers, errichtet zum 500 Todestag, unter dem Salazar Regime und auf dem Platz Gil Eanes befindet sich die ironische Skulptur von König Sebastiāo, ein Kind in einer viel zu großen Ritterrüstung. Diese Skulptur, von 1973, entsprach nicht der nationalen Heldenverehrung unter der Diktatur von Salazar und löste einen Sturm der Empörung aus. Wir finden eine hell erleuchtete Bar mit Terrasse, die irgendwie noch normal aussieht und genießen die schöne Architektur der Altstadt und entdecken oberhalb der Restaurantfronten,  schöne Jugendstilfriese an den Häuserfronten.

Dienstag, 15. Juli, Lagos Marina – Lagune Rio Alvor (Ankern)

Mittwoch, 16. Juli, Lagune Rio Alvor (Ankern) – Portimão (Ankern)

Wir wollen noch ein wenig den Anblick der tollen Felsenküste kurz vor Lagos genießen und lassen den Anker vor der Praia da Caldeira fallen. Wir parken mitten auf der Schiffsstraße für alle Ausflugsboote, ob Katamaran, Segelschiff, Ausflugsdampfer, Schnellboot oder Jetski. Mal passieren sie hinter uns, manchmal auch vor uns vorbei. Das Meer ist kabbelig und für mich eine große Challenge mit dem SUP bis an den Stand zu kommen und dort durch ein Felsentor zu manövrieren. Jonas, unser Schwedenfreund, lacht nur und meint es sei eine sehr kleine Mutprobe!

Eigentlich wäre es schön gewesen zu bleiben bis die Ausflugsboote wegbleiben und Ruhe einkehrt, aber für uns ist das alles zu viel. Zu viel Wind, zu viel Verkehr, zu viel Welle. Wir verlegen uns in die Einfahrt der Lagune Rio Alvor. Das ist nicht leicht, da direkt neben dem Fahrwasser die Wassertiefe, bei Ebbe schnell unter 2 Meter fällt. Hier ist es nicht still, aber etwas ruhiger, obwohl auch hier reichlich Schiffsverkehr zum Ort Alvar durchfährt. Wir brauchen zwei Anläufe bis der Anker liegt und der Kapitän mit dem Abstand zu dem Nachbarboot zufrieden ist. Spektakulär ist es bei Ebbe, wenn der Wasserstand sinkt und plötzlich überall Sandbänke auftauchen. Lustig zum spazieren gehen, aber nicht für das  Boot. Die Nacht ist gut, allerdings wachen wir auf und sind doch wieder zu nah an einem anderen Boot. Wir verlegen uns in die Fahrrinne. Genießen den ruhigen Morgen, mit SUP, baden und sonnen und freuen uns, als die Schweden an Bord kommen, gerade als das Brot aus dem Ofen kommt. Es gibt Fika mit Brot, Butter, Schinken, Käse und frischer Aprikosenmarmelade. Wir verlegen unser Boot wieder etwas aus der Fahrrinne heraus und beobachten mit Anspannung das Gezerre am Anker mit zunehmenden Wind und dem abfließenden Wasser. Der Mittwochmorgen ist wieder herrlich ruhig und wir entspannen total, bis das Gebläse wieder einsetzt. Wir hätten so gerne das kleine Ankersegel von Jonas getestet, aber plötzlich macht sich unser Boot selbstständig und wir rutschen der SY Magda auf die Pelle. Gar nicht lustig! Wir haben die Nase voll, es ist einfach zu eng für die Anzahl Schiffe die dort ankern und beschließen nach Portimāo in den ruhigen Hafen zu flüchten. Ein heißer Wind verfolgt uns auf den 5 SM zur Einfahrt in das große Vorhafenbecken. Hier scheint es etwas ruhiger zu sein und vor allem ist es groß hinter den beiden Molen. Viele Schiffe liegen hier vor dem kleinen Strand von Ferragudo. Die Hochhäuser, die Partymusik und die Hitze schrecken uns ab in den Hafen zu fahren. Wir bleiben am Ankerplatz. Der Wind schläft ein und wir essen unsere Thunfischsteaks mit Reissalat.

Donnerstag, 17. Juli, Portimão (Ankern)

Die Nacht war ruhig und wir haben sehr gut hier vor Anker gelegen. Der Morgen ist so ruhig, das Wasser so still, ich muss direkt hinein und eine Runde um das Boot schwimmen. Marcus sieht mich erstaunt vor dem Schlafzimmerfenster vorbei schwimmen. Wir schnappen uns das SUP und wollen zusammen an Land paddeln, ohne Finne ist das extrem wackelig und wir fahren im Kreis, bis wir es bemerken. Der Strand ist toll, mit Felsen auf beiden Seiten und begrenzt von einem kleinen, alten Fort. Gymnastik auf dem SUP, Sonne und ich lese mein Buch durch. Zwei Tage lesen am Stück!

Der Wind setzt Mittags wieder ein und zerrt nicht nur am Boot, sondern auch an unseren Nerven. Die VISON tanzt dermaßen von links nach rechts und ruckelt an der Ankerkette, es macht müde und nervös und wir sind abends vom Nichtstun völlig erschöpft. Die Strände auf der gegenüber liegenden Seite bleiben heute leer, der Wind fegt den Sand durch die Luft. Es bleibt nichts anderes zu tun als einen Palatschinken, aus 14 Schichten Pfannkuchen zu backen, mit frischer, selbstgemachte Aprikosenmarmelade.

Endlich wird es ruhiger, 20.30. Eine kleine Erlösung.

Freitag, 18. Juli, Portimao (Ankern) – Portimão Marina

Wir nutzen den windstillen Morgen, um mit dem SUP an den kleinen Strand weiter rechts zu paddeln, den Praia da Moura (Molhe Beach). Hier startet ein kleiner Küstenwanderweg von 6 km bis zur Praia do Paradiso. Schade, hätten wir das gewusst wären wir mit Wanderschuhen und Wasserflaschen losgelaufen. So bleiben wir in der Nähe und umrunden die Ponte do Altar mit einem riesigen Loch im Boden, in das unten das Meerwasser eindringt. Viele kleine Buchten und Strände ziehen sich an dem Küstenstreifen entlang und die Familien ziehen mit Schirmen, Eimern und Schippchen beladen an den Strand. Urlaubsfeeling. Wir fürchten den aufkommenden Wind und verziehen uns, gegen Mittag, in den Hafen von Portimāo. Vor einer mittelhohen Hochhauskulisse liegt der Hafen mit seinen gelb-orangefarbenen, niedrigen Pueblo anmutenden Hotel-Appartementanlage. Auf dem Cap, dem Praia da Rocha ist Partymeile. Wir drehen dort abends noch eine Runde mit den Rädern und kommen damit kaum durch den Strom der prommenierenden Urlauber. Noch sind die Familien unterwegs, aber anhand der Bars und der Musik, die wir nachts in der Bucht gegenüber gehört haben, wird sich das später ändern und das Partyvolk läuft heiß. Es ist ziemlich gruselig.

Mittags waren wir noch in dem Stadtzentrum von Portimāo und in der Markthalle. Davor verkauften Händler Netze gefüllt mit kleinen Schnirgelschnecken. Gibt es in meinen Garten auch, aber ich glaube nicht, dass ich sie demnächst verspeise. Allerdings ist es die kleine Variante der Escargot de Bourgogne, der Weinbergschnecke und die esse ich manchmal schon. 

Restauranttipps in der Nähe der  Markthalle: Restaurante Teresinha, rappelvoll am Samstag Mittag.

Museum am Hafen bis Abends geöffnet, keiner da, aber auch nicht wirklich sehenswert.

 Samstag, 19. Juli, Portimão Marina – Baia da Deserta/Culatra (Ankern)

Sonntag, 20. Juli, bis Mittwoch, 23. Juli, Ria Formosa/Culatra (Ankern)

Unser nächster Stop ist die Ria Formosa, eine große Lagune vor Olhāo. Ein Labyrinth aus Salzwiesen, Kanälen, Wattfflächen und Sandbänken. Das Naturschutzgebiet ist ein Paradies für Vögel und auf den Sandbänken werden Austern gezüchtet und Muscheln im Schlick gesammelt. Die verschiedenen Inseln werden teilweise von Fischern bewohnt, auf Culatra leben ganzjährig ca. 400 Familien, alle arbeiten im Fischfang und als Muschelbauern. In den Ferien werden sie von vielen spanischen Touristen besucht, die mit der Fähre von Olhāo übersetzen. Auf Culatra gibt es einige Unterkünfte in den sehr einfachen, niedrigen, weißen Häusern die im Sand stehen und mit einem Plattenbetonweg verbunden sind. Der Strand zum Atlantik ist ein Karibischer Traum mit hellen, feinen und sauberen Sand und türkisfarbenen Wasser. Unglaublich klar allerdings auch noch immer sehr frisch.

Über einen langen Holzsteg, der durch eine duftende Dünenlandschaft führt gelangt man ans Meer und an einen kleinen Abschnitt mit Liegen und Strohschirmen. Geht man nach links ist man bald völlig alleine. 

In unserer ersten Nacht lagen wir sehr ungünstig direkt  zwischen der Ilha Desserta und der Ilha Culatra in einem Trichter, durch den das Wasser herein und heraus strömt. Wir hatten uns täuschen lassen, da tagsüber ein paar Boote dort geankert hatten, um einen Strandtag dort zu verbringen. Aber die Nacht war unruhig und wir sind am Montagmorgen dann weiter durchgefahren, in das große Ankerfeld zwischen Land, Sandbank und Culatra. An die 60 Segelboote finden in der großen Bucht Platz. Ein paar Schiffe, konnten wir beobachten, werden sogar zur Übernachtung vermietet. Unsere schwedischen Freunde fanden auch einen guten Ankerplatz in der Bucht und hatten ideale Bedingungen für ihr Wing Surfing, da am Nachmittag der Wind stark zunahm.

Mit dem Dingi war es zu weit, um ans Festland nach Olhāo zu fahren, weshalb wir am Mittwochmorgen die erste Fähre zur Überfahrt genommen haben. Die meisten Einkäufe müssen von den Bewohnern dort gemacht werden und entsprechend voll war es an Bord. Jeder ausgerüstet mit einem Einkaufstrolley oder Karren, um die Einkäufe transportieren zu können. Am Steg in Olhāo teilten sich die Passagiere in drei Richtungen: zum Supermarkt Pingo Duce, zum Café für ein Frühstück, oder direkt zum Markt. Wir schlossen uns der Frühstücksfraktion an und machten anschließend eine große Runde durch das Städtchen. Es gab viel Wandbilder, Graffiti zu sehen, allerdings schon etwas in die Jahre gekommen, ein kleines Museum und die Kirche. Es war brütend heiß und ohne den Wind vom Meer fand ich es anstrengend. Vor der Rückfahrt kauften wir zwei Thunfischsteaks für 8 Euro und ein großes Paket Muscheln für Spaghetti. Ein toller Markt mit einer Halle nur für Fisch.

Donnerstag, 24. Juli, Ria Formosa/Culatra (Ankern) – Ayamonte Marina

Mit Sonnenaufgang beginnt unsere letzte Segeletappe in Portugal und erreichen Spanien, die Costa de Luz, in der Provinz Huelva. Wir finden guten Liegeplatz in der Marina Ayamonte gegenüber des portugiesischen Orts Vila Real de Santo Antonio.

Unser Spaziergang führt nur ein paar Meter um das Hafenbecken und schon sind wir in dem trübseligen Städtchen Ayamonte. Die Parkplätze quillen über, Essensgäste aus den nahe gelegenen Strandorten flanieren, in schicken Kleidern durch den Ort. Wir beginnen den Rundgang mit Schinken und Käse in einer Jamoneria recht zügig an einem kleinen Stehtisch. Zwei schöne Plätze im Ort, der Paseo de la Ribera und die Plaza de La Laguna, sind mit Kachelverzierten Bänken und Mosaiken ausgestattet. Unter den Palmen ist es luftig und schattig und beide Plätze werden zum Spielen und Flanieren ausgiebig genutzt. Zur Kirche hoch führt eine steile Treppe, eine besondere Messe mit Ehrenbürgern der Stadt findet statt. Leider verpassen wir knapp den Chor, der durch Gitarren unterstützt wird. Wir warten lange auf ein weiteres Stück, aber es werden nur Orden und Auszeichnungen vergeben. Wir verstehen nicht worum es geht. Direkt unterhalb der Kirchentreppe sind Bars und Restaurants. Wir treffen eine gute Wahl und essen leckere Patatas Brava, Pimentos de Pardon und frisierte Chiperones. 

Freitag, 25. Juli, Ayamonte Marina – Chipiona Marina

Ein langer Segeltag, ich nutze die Zeit und erstellte drei Softschäkel. Um 19 Uhr machen wir erst die Leinen fest und machen uns auf dem Weg zum Zentrum. Ein Strandtag geht langsam für die Spanier zu Ende, Unermüdliche sitzen immer noch im Stuhlkreis am Strand und die Kinder flitzen über die Mole. Wer vom Strand hochkommt nimmt zuerst den Aperitif in einer Bar im Stehen, mit Blick auf den Sonnenuntergang. Die Promenade ist wie ein Bienenstock, mit Hin und Her und vielen Stimmen und Gelächter. Nach ein paar Tapas machen wir noch eine Moscatel Degustation. Wir sind platt und müssen ins Bett.

Samstag, 26. Juli, Chipiona Marina – Rota Marina

Rota fahren wir an, um zu checken ob wir hier mit den Kindern im September ein paar Tage verbringen können.

Der Hafen liegt direkt neben dem Ort. Nur über den Steg, vorbei an drei Hafenrestaurant in jeweils einer anderen Preisklasse, weiter vorbei an zwei Fischhallen von Fischer Kooperationen und um die Ecke ist ein großer Strand, direkt an einer großzügigen Promenade vor dem Ort. Lange Fliesenbänke mit Schatten spendenden Bäumen unterhalb von schicken Hotels in alten Gemäuern. Der Strand geht am Ort vorbei über eine Strecke von 16 km, als Wanderung gut zu nutzen, führt der Weg fauch ein Stück über Holzstege und durch einen Wald. Auf der anderen Seite, zwischen Rota und Cadiz befindet sich auch ein kleiner Strand und eine Amerikanische Miltärstation, weshalb dieser Teil weniger interessant ist. Wir landen in der super Bodega El gato, mit guten Tapas, alles zu kleinen Preisen und dürfen noch kurz einen Blick, auf die üppig, mit Rosen geschmückte Heilige Sra. del Carmen werfen.

Vor unserer Weiterfahrt am Sonntag gehen wir noch schwimmen und schauen bei einem Meerwasser Schwimmwettbewerb zu. 2000 Meter im offenem Meer, von Männern, Frauen und Jugendlichem in jedem Alter. Wir sind sehr inspiriert und werden bei Decathlon nach Schwimmneos gucken.

Sonntag, 27. Juli, Rota Marina – Cadiz, Puerto America

Final Destination für den Sommer, wir erreichen gegen Mittag Cadiz. Die letzten 6 SM von Rota, auf die andere Seite der Bucht sind schnell gefahren. Zumal wir versuchen so nah wie möglich an das Mega Kreuzfahrtschiff ‚Star of the Seas‘ heran zukommen, das gerade in Cadiz ablegt.

Sie ist direkt aus der Werft in Talinn gekommen, macht hier einen Stop und fährt dann nach Port Canaveral, in Florida weiter, um dort das erste Mal Gäste an Bord zu nehmen. Das Ding sieht aus wie einen riesiger Bus mit Wasserspielzeugrutsche auf dem Dach. Ein schwimmender Alptraum!

Der Sporthafen, Puerto América, von Cadiz liegt im Industriehafen mit Blick auf die große Brücke, „Puente da la Constitution 1812“. Mit dem Fahrrad sind die 2 Kilometer ins Zentrum schnell geradelt, zu Fuß nicht wirklich attraktiv.

Unsere netten, jungen Nachbarn, Leni und Janschek (Yannik) radeln mit uns ins Zentrum. Wir spazieren gemeinsam durch die Altstadt und auf das vorgelagerte Castillo de San Sebastian. Befolgen den Tipp aus dem Reisführer und holen uns vorher eine große Tüte frittierten Fisch in der Freiduria Marisqueria Las Flores, und erfahren dann von Lenis und Janscheks großer Segelreise auf ihrer Ketsch (Nordklang_crew auf Instagram) im letzten Jahr in die Karibik. Gerade bringen sie einen Catamaran nach Almerimar an die Costa del Sol. Im Maison Cumbres Mayores gibt es noch einen großen Schinkenteller und Tinto de Verano. Rotwein gemischt mit Limonade, ein erfrischendes Getränk für den Sommer.

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